Rezensionen


Heidelinde Penndorf: „Der Sonnensturm“ – absolute Leseempfehlung!

Rezension aus Deutschland vom 2. Juli 2022

5 von 5 Sternen

Der SF-Roman mit über fünfhundert Seiten ist eine Wucht – intensiv, faszinierend, bildgewaltig geschrieben, interessant, sehr spannend, emotional packend und vielschichtig. Zu 80 % dystopisch, doch mit einem Ende, welches Hoffnung gibt. Die Charaktere sind zum Teil sehr komplex, lernend und sich weiterentwickelnd. Es ist ein Roman, der unter die Haut geht, der beunruhigt, den man nicht vergessen kann. Ein Roman, der aufzeigt, wohin Fanatismus, krankhafter Ehrgeiz, missbrauchte Wissenschaft, zu viel Macht in einzelnen Händen und der KI vertrauend, führen kann, wenn Empathie und Liebe außen vor bleiben. Das Beste für die Menschheit gewollt und verblendet in den Abgrund geführt.

Wer meine vielen Buch-Rezensionen kennt, weiß, dass ich kaum spoilere, doch hier war es für mich mehr oder weniger ein MUSS, weil das Buch einfach atemberaubend ist, und ich viele Leserinnen und Leser dafür gewinnen möchte, es zu lesen. Einzelheiten der Handlung verrate ich Ihnen jedoch nicht! In manchen Teilen ist es gar nicht weit entfernt von der Realität. Die Handlung macht nachdenklich und wirft unter anderem die Fragen auf, wie wir alle in Zukunft leben werden/wollen. Und wie nah können wir künstliche Intelligenz in unser Leben lassen.

Es gibt im Jahr 2051 zwei Lebenswelten auf der Erde – eine naturnahe autarke und eine von KI und von wenig Menschen gesteuerte sterile Welt. Eine Welt, ohne Tiere, Pflanzen, ohne jegliche Krankheitskeime, Bakterien und Viren – geschaffen, um die Menschen vor Seuchen zu schützen. 

Beide Lebenswelten haben keinen Kontakt zueinander.

In der sterilen Lebenswelt leben Kinder ab dem sechsten bis zum achtzehnten Lebensjahr komplett isoliert, jeder und jede für sich, ohne Bezugspersonen. Sie sehen sich, lernen und spielen nur virtuell miteinander. Sogar das Essen wird durch die Künstliche Intelligenz serviert, auch die Medikamente, die ihr Emotionslevel gen Null fährt.

Doch plötzlich ist alles anders, nichts funktioniert mehr und ein grausames Chaos bricht aus. Die Kinder und jungen und älteren Erwachsenen haben nie gelernt, für sich selbst zu sorgen. Ihre psychische Widerstandskraft ist der Situation nicht gewachsen, ihre ungestillten Bedürfnisse führen zu ziemlich starken negativen Emotionen und unmenschlichen Verhaltensweisen, sie benehmen sich zum Teil wie Tiere – ›Fressen oder gefressen werden‹. Da in der KI-Lebenswelt alle absolut keimfrei und steril gelebt haben, ist ein Immunsystem praktisch nicht vorhanden, was sich jetzt rächt, denn viele werden schwer krank, weil sie plötzlich der ›normalen‹ Welt ausgesetzt sind.

Ein junges Mädel und eine kleine Gruppe um sie, aber ist anders. Sie suchen den Kontakt zu der anderen Lebenswelt und es kommt zu zwischenmenschlichen Begegnungen positiver und auch negativer Art. Beide Gruppen lernen voneinander, auch neu zu überleben, sich zu vertrauen, Beziehungen aufzubauen und füreinander einzustehen.

Doch die artifizielle Intelligenz hat sich repariert, sich weiterentwickelt und sieht sich als alleiniger Herrscher über die Menschheit, versucht allen Widerstand zu brechen und die Menschen aus beiden Welten als Arbeitssklaven für den Neuaufbau der sterilen Welt zu unterjochen. Ob das der künstlichen Intelligenz gelingt, lesen sie am besten selbst.

Eines kann ich ihnen verraten, da ist viel Action, auf jeder Seite des Buchs passiert etwas, es ist ein Film in Buchformat, eines, das sich lohnt, zu lesen.

Chapeau, Andrew G. Berger!

Das Buch hat meine absolute Leseempfehlung!

Heidelinde Penndorf

https://penndorf-rezensionen.com/index.php/rezensionen/item/931-der-sonnensturm-scifi-roman-andrew-g-berger

Bücherjunky

5,0 von 5 Sternen 

Super Dystopie, ein modernes Romeo & Julia

Rezension aus Deutschland vom 3. Juni 2022

Meine Meinung

Ich durfte „Der Sonnensturm“ von Andrew G. Berger, als Rezensionsexemplar lesen. Mein allererster Gedanke nach dem ich das Buch beendet hatte, war: Boar… heftig. Aber so kann man keinen Eindruck gewinnen. Daher meine ausführliche Meinung zum Buch. Das Cover kommt schlicht und sehr unspektakulär daher. Es gibt einige Rechtschreibfehler, die aber eher Flüchtigkeitsfehler sind und wahrscheinlich nicht jedem auffallen. Das waren schon meine ganzen Minuspunkte zum Buch. 

Die Idee ist nicht neu, aber in der Umsetzung ist es extrem gut gestaltet. Die Story beginnt kurz vor dem Ereignis und wir lernen die Hauptprotagonistin kennen. Diese lebt in einer voll digitalisierten Welt mit KI. Ein Sonnensturm legt sämtliche Geräte lahm und es gibt keinen Strom mehr, so wendet sich die KI gegen die Menschen. Man kann sich schnell ein Bild von der Umgebung und der Protagonistin machen. Für mich war sofort das Kopfkino an und ich fühlte mich wie in einem Film, der vor meinem inneren Auge abgespielt wurde und aus der ich nur ungerne auftauchte.

Der Autor schafft es in kürzester Zeit einen zu fesseln und mitzureißen. Auch wenn es ein reines Sci-Fi Buch ist, wird recht realitätsnah das Leben zweier unterschiedlicher Welten geschildert. Mich überkam immer wieder der Gedanke, uns könne es irgendwann mal genauso ergehen, wie den Figuren im Buch. Die Storyline hat viele Wendungen, dadurch ist es eine sehr schnelllebige Story, indem man von einem Ereignis zum nächsten fliegt. Querlesen ist kaum möglich, weil man einfach zu viel verpassen würde. Einige Ereignisse sind so unvorhersehbar, dass ich manchmal mit aufgeklapptem Mund da saß. Ebenso ist der Schreibstil extrem klar und detailliert. Er transportiert viele Bilder und auch die Gefühle der Protagonisten. 

Man merkt auch zwischendurch immer, dass noch ein Geheimnis zwischen den Zeilen hochbrodelt und man kann nicht aufhören zu lesen, bis man es endlich zu packen bekommt. Das Ende kam schnell und heftig und endet in einem unvollständigem Happy End. Es bleibt die Zukunft offen, aber die Handlungsstränge die von Anfang an da waren, werden fast vollständig aufgelöst und beendet. 

Mein Fazit

Für mich ist „Der Sonnensturm“ von Andrew G. Berger ein modernes Romeo & Julia mit Happy End. Es gibt viele spannende Wendungen, einen guten Spannungsbogen und ein tolles Ende. Eine fesselnde Lektüre für alle, die gerne Sci-Fi und Dystopien lesen. (https://buecherjunky.de/rezension-der-sonnensturm/)

Sallys Books

4,0 von 5 Sternen

Tolle Dystopie Rezension aus Deutschland vom 2. Juni 2022

Die Welt in der Zukunft. Wir begleiten die 17jährige Julia, die einsam in einer sogenannten Wabe lebt und zumeist nur mit einer KI kommuniziert. Ihre Freunde hat sie noch nie wirklich gesehen, nur in der virtuellen Welt kann sie sich mit ihnen treffen. Jedenfalls, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein EMP alle Geräte, die mit Strom verbunden sind zerstört.
Julia war für mich eine tolle Protagonistin. Sie gibt Kontra, denkt auch mal nach und lässt sich nicht alles gefallen. Ihre rebellische Ader hat mir direkt gefallen.
Doch Julia ist nicht der einzige Handlungsstrang, dem wir folgen. Es gibt z.B. noch die Präsidentin und eine Offizierin des Militärs.
Alle Stränge sind früher oder später miteinander verbunden, man bekommt dadurch sehr viel von der Welt mit und das war spannend.
Allgemein fand ich das Buch überwiegend spannend und gespickt mit interessanten Denkweisen. Es gibt immer mal wieder Überraschungen, die das Buch zu einem guten Zeitvertreib gestalten.
Klar kommt es bei der Seitenanzahl auch mal zu ein paar Längen, diese waren aber zu verschmerzen.
Auch das Ende hat mir gut gefallen und war stimmig.
Für Dystopie-Fans kann ich das Buch wärmstens empfehlen.

https://sallysbooks.home.blog/2022/06/02/der-sonnensturm-von-andrew-g-berger/

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